In der Forschung werden irreführende Gestaltungsmuster häufig als Deceptive Designs oder Dark Patterns bezeichnet. Sie beeinflussen Entscheidungen, indem sie wichtige Informationen verstecken, Optionen hervorheben, Handlungen erschweren oder Druck erzeugen können. Unsere vereinfachte Übersicht orientiert sich an wissenschaftlichen Einteilungen und Kategorien nach Gray et al. (2024).
Die 5 Strategien irreführender Designs und Beispiele
Etwas wird schwieriger gemacht
Eine Handlung ist unnötig kompliziert oder schwer zu finden.
Beispiel: Eine Kündigung ist deutlich schwieriger als eine Anmeldung.
Etwas wird versteckt oder getarnt
Wichtige Informationen sind schwer zu erkennen oder erscheinen erst später.
Beispiel: Zusätzliche Kosten werden erst kurz vor dem Bezahlen angezeigt.
Ich werde zu einer Entscheidung gelenkt
Eine Möglichkeit wird auffälliger oder einfacher dargestellt als andere.
Beispiel: "Akzeptieren" ist deutlich hervorgehoben, während "Ablehnen" kaum sichtbar ist.
Ich muss etwas Zusätzliches tun
Ich komme nur weiter, wenn ich noch etwas tue oder angebe.
Beispiel: Ich muss ein Konto erstellen, obwohl es für meine eigentliche Aufgabe nicht notwendig erscheint.
Ich werde unter Druck gesetzt
Zeitdruck, Knappheit oder Formulierungen sollen schnelle Entscheidungen fördern.
Beispiel: Ein Countdown erzeugt künstlichen Zeitdruck.
Welche Auswirkungen können diese Designs haben?
Irreführende Designs können zum Beispiel dazu führen, dass wir mehr Daten preisgeben, mehr Geld ausgeben, Entscheidungen treffen, die wir eigentlich nicht treffen wollten oder unnötig Zeit und Aufmerksamkeit verlieren. Sie können außerdem Stress, Frust oder Unsicherheit auslösen.
Vorschau: Interaktiver Lernkurs
Zukünftig findest du hier auch einen interaktiven Lernkurs. Er soll dabei helfen, irreführende Gestaltungsmuster sicherer zu erkennen und mehr darüber zu erfahren.